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Neuroonkologisches Zentrum des UKSH, Campus Kiel, zertifiziert

Donnerstag, 13. Februar 2020

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hat das Neuroonkologische Zentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, zertifiziert. Die umfassenden Leistungen dieses Zentrums und die hohe Qualität der Versorgung, die durch das Zertifikat bestätigt wurden, kommen insbesondere Patientinnen und Patienten mit Tumoren im Gehirn und im Rückenmark zugute. Das Neuroonkologische Zentrum unter der Leitung von Dr. Hajrullah Ahmeti ist Teil des von der DKG ebenfalls seit 2013 zertifizierten Onkologischen Zentrums, das von Prof. Dr. Claudia Baldus geleitet wird.

Zum Neuroonkologischen Zentrum gehören die jeweiligen Kliniken für Neurochirurgie, für Neurologie, für Strahlentherapie, für Radiologie und Neuroradiologie, für Nuklearmedizin, Bilddiagnostik und Therapie sowie die Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie. Im zertifizierten Kinderonkologischen Zentrum behandelt die Sektion Pädiatrische Neurochirurgie der Klinik für Neurochirurgie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I zudem Hirn- und Rückenmarkstumoren des Kindes- und Jugendalters.

"Als sehr hilfreich im Zertifizierungsprozess haben sich neben unserem zertifizierten Qualitätsmanagementsystem unsere in den vergangenen Jahren konsequent etablierten gemeinsamen Strukturen und Kooperationen in der Diagnostik wie auch in der Therapie erwiesen", sagt Dr. Hajrullah Ahmeti, der auch leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie ist. "Jeder Patient mit einem Tumor im Bereich des Gehirns und des Rückenmarks wird vom ersten Kontakt bis zum Ende der Behandlung von Kieler Spezialisten in einem multiprofessionellem Netzwerk verschiedener Fachdisziplinen betreut, die einzeln und in Kooperation immer den aktuell wichtigen Belangen des Krankheitsverlaufs nach dem neuesten Stand der Forschung Rechnung tragen", sagt Prof. Dr. Jürgen Dunst, Direktor der Klinik für Strahlentherapie.

In wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen, den Tumorboards, werden die individuellen Krankheitsbilder und der jeweils optimale Behandlungsweg von allen Expertinnen und Experten festgelegt. Auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können bei der Vorstellung ihrer Patienten an den Tumorboards teilnehmen. Zusätzlich wurden telemedizinische Verbindungen zu zahlreichen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein eingerichtet. "Wir können eine Stellungnahme zu Bildern und Befunden neuroonkologischer Patienten rund um die Uhr ermöglichen", sagt Prof. Dr. Olav Jansen, Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie.

Der operative Eingriff, für den medizinische Hochleistungstechnologie zur Verfügung steht, ist nur eine von vielen Optionen im gesamten Therapieangebot des Neuroonkologischen Zentrums. "Das UKSH hat in den vergangenen Jahren intensiv und vorrangig Innovationen gefördert. Wir können Patienten mittlerweile interdisziplinäre Verfahren, neuroradiologische und nuklearmedizinische Diagnostik und Therapien anbieten, die sicher bundesweit herausragend sind", sagt Prof. Dr. Michael Synowitz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie.

In ihrer Stellungnahme hoben die Gutachter der DKG besonders auch die exzellente Betreuung der Patientinnen und Patienten durch die unterstützenden Bereiche hervor, wie der Psychoonkologie, der Physiotherapie und Logopädie, des Sozialdienstes und der Schmerz- und Palliativmedizin - sowie die generell reibungslosen und hochprofessionellen Abläufe innerhalb des Zentrums. Für letztere macht Prof. Dr. Daniela Berg, Direktorin der Klinik für Neurologie, vor allem den kollegialen Umgang der beteiligten Ärztinnen und Ärzte und die kurzen Wege verantwortlich. "Dies sind entscheidende Faktoren, die eine im Sinne des Patienten rasche Erörterung von diagnose- und therapierelevanten Fragen erleichtern", so die Klinikdirektorin.

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das System der zertifizierten Krebszentren ins Leben gerufen, um die Betreuung onkologischer Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihnen in jeder Phase ihrer Erkrankung eine Behandlung zu ermöglichen, die sich an Qualitätsmaßstäben orientiert. Zertifizierte Zentren bieten durch ihren hohen Anspruch an die Behandlungsqualität, ihre besonderen Qualitätssicherungsmaßnahmen und deren transparente Darstellung eine klare Entscheidungshilfe für Patientinnen und Patienten.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Neurochirurgie, Leiter des Neuroonkologischen Zentrums Dr. Hajrullah Ahmeti, Tel: 0431 500-23620, E-Mail: hajrullah.ahmeti@uksh.de

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Dr. Hajrullah Ahmeti leitet das Neuroonkologische Zentrum des UKSH, Campus Kiel

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