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Projekte in der Pflege

LOGGiA

Lebenswelt, Orientierung, Geborgenheit - Gemeinsam für ältere Patienten im Akutkrankenhaus

Projektrahmen:

Einführung einer strukturierten Erfassung von Patienten mit einer demenziellen Erkrankung und/oder eines stattfindenden Delirs. Hierauf basierend sollen durch gezielte pflegerische Interventionen, der Anpassung medikamentöser Therapien, der strukturierter Einbindung der Angehörigen sowie der kollegialen Beratung auf den Stationen eine verbesserte Versorgung der Patienten, eine Entlastung der Mitarbeiter und eine Erlössteigerung für das UKSH erreicht werden.

Ausgangslage:

Die Anzahl der älteren Menschen, die jährlich stationär am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein behandelt werden, steigt. Im klinischen Alltag fallen zunehmend Patienten auf, die durch kognitive Defizite den geforderten Mitwirkungspflichten nicht mehr gerecht werden können und eine besondere Aufmerksamkeit benötigen. Eine Untersuchung der Robert Bosch Stiftung (2016) zeigt, dass fast jeder fünfte Patient über 65 Jahren an einer Form der Demenz leidet. Häufig sind leichte kognitive Einschränkungen den älteren Menschen in ihrem gewohnten Umfeld nicht bewusst oder werden kompensiert. Kommt es zu einer Notaufnahme ins Krankenhaus, haben diese Patienten aufgrund ihres Alters, der akuten Erkrankung oder des plötzlichen Wechsels des Lebensumfeldes ein erhöhtes Risiko für ein Delir oder eine bereits bestehende Demenz verschlechtert sich. Mit dem LOGGiA Projekt werden diese Patienten identifiziert und im Rahmen der allgemeinen Krankenhausversorgung nach ihren Bedarfen und Bedürfnissen angepasst begleitet. Durch die Implementierung eines pflegerischen Konzeptes in multiprofessioneller Zusammenarbeit unter Einsatz von spezialisierten Pflegenden soll eine Qualitätssteigerung in der Versorgung bewirken werden. Pflegekonzepte für Patienten mit Demenz im Akutkrankenhaus, sind in der Regel „Insellösungen“ für bestimmte Problemfelder der Pflege dieser immer größer werdenden Patientengruppe. Das UKSH strebt eine evidenzbasierte Gesamtlösung an. Derzeit werden in Schwerpunktbereichen erste Praxiserfahrungen gesammelt und die im Vorfelde getätigten theoretischen Überlegungen auf ihre Machbarkeit überprüft.

Projektziele:

  • Implementierung eines strukturierten Delir-und Kognitionsscreening bei Aufnahme und im Aufenthaltsverlauf von Notfallpatienten ≥ 65 Jahre
  • Sicherstellung einer strukturierten Erfassung und erlösrelevanten Dokumentation des Delirstatus, des Demenzgrades und des pflegerischen Mehraufwandes
  • Begleitung der Patienten durch den Versorgungsprozess
  • Strukturierte Einbindung von Angehörigen
  • Eine optimierte, leitliniengerechte Delir- und Demenz-Medikation
  • Erhöhung der Selbstwirksamkeit von Pflegekräften in der Versorgung altersmedizinisch geprägter Patientengruppen

Ansprechpartnerinnen

Bild von Beke Jacobs
Beke Jacobs
Patienteninformationszentrum PIZ
Bereichsleitung
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